Tierfutteretiketten

 

Eigentlich ist jeder Frettchenhalter bestrebt seine Plüschnasen so gesund wie möglich zu ernähren. Daher wählen wir ihre Nahrung gewissenhaft aus. Obwohl wir im tiefsten inneren wissen, dass Werbung nur dem Produktabsatz dient und keine Fakten liefert, greifen wir oft doch zu den Artikeln, die wir aus der Werbung kennen.  denn.... wer möchte seinem Haustier nicht saftige, schonend zubereitete leischbrocken anbieten ? Doch wohl jeder, aber wie verhält es sich wirklich und was bedeuten die Inhaltsstoffe und Mengenangaben auf den Etiketten, die leider ft nur mit einer Lupe lesbar sind ? 

Da es bei Tierfuttersorten gravierende Qualitätsunterschiede (neben dem Preis) gibt, möchten wir etwas "Licht ins Dunkel" bringen, damit jeder für sich die beste Futtersorte für seine Lieblinge finden kann.

 

 

 

Themenübersicht

 

 

 Zusammensetzung   Konservierungsstoffe und Antioxidantien
   Verpackungsinformationen   Die 4% " nur" ein Märchen ?
   Tiernahrungszutaten   Alles nur das Gleiche ?

 

Die Zusammensetzung von Frettchennahrung

 

Wissenschaftlich betrachtet wird das Frettchen als Fleischfresser bezeichnet, jedoch beobachtet man seinen direkten Verwanden denn Iltis, so trifft der Begriff "Beutefresser" eher zu. Die natürliche Nahrung vom Iltis besteht aus kleinen Säugetieren, Vögeln, Schnecken und Insekten. Durch die Betetiere nimmt er neben Fleisch auch Innereien, Knochen (Mineralien wie Kalk und Phosphor), aufgeschlossene Kohlenhydrate ( durch den Mageninhalt der Beutetiere in Form von Getreide- und Pflanzenteilen), Blut und Fasern in Form von Fell oder Federn. Daher sollte ein gutes Frettchenfutter in der Zusammensetzung dieser natürlichen Ernährung möglichst entsprechen.

 

Daher besteht ein geeignetes Futter aus :

  • Fleisch (nicht Fleisch und Fleischnebenprodukte)
  • und die Art des Fleisches ( z.B. Hühnerfleisch) muss angegeben sein.
  • ein kleiner Anteil von Innereien
  • aufgeschlossenes Getreide oder Gemüse (max. 50 %, viel besser sind 20-30%)
  • eine lange Liste mit Mineralien und Vitaminen
  • und natürlichen Antioxidantien wie Vitamin E und C und / oder Kräuterölen, da diese vermeiden, dass das im Trockenfutter enthaltene Fett ranzig wird.

 

Was das Futter bestimmt nicht enthalten sollte sind :

  • Farbstoffe
  • Zucker, Karamel
  • Salz
  • Eiweißquellen, wie z. B. die undefinierten Nebenprodukte
  • chemische Antioxidantien oder chemische Konservierungsstoffe ( z. B. BHA, BHT, Propylgallate, Ethoxyquin)
  • aber auch Füllstoffe wie Zellulose und Trockenschnitzel sind minderwertige Ballaststoffe, da sie dem Tier das Gefühl der Sättigung vermitteln, aber keine verwertbare Nahrung liefern.

 

Zur Information:

BHT (Butylhydroxytoluol): Ein synthetisches Antioxidans, dass sich im Fettgewebe anreichert. Im Tierversuch wurden Veränderungen an Immunsystem, Schilddrüse und Leber beobachtet.

BHA (Butylhydroxyanisol): Ein Konservierungsmittel, das in den USA nur eingeschränkt zugelassen und in Europa z.T. verboten ist. BHA ist biologisch kaum abbaubar und wird als Auslöser für Allergien verantwortlich gemacht. Des weiteren reichert es sich ebenfalls im Fettgewebe an.

Propylgallat: Bei Säuglingen führten die Gallate zu Blausucht und dürfen deshalb in Babynahrung nicht mehr eingesetzt werden. Die Gallate beeinträchtigen außerdem die Immunabwehr und können Allergien auslösen.

Die Chemikalien und minderwertige Nebenprodukte in der Tiernahrung sind die häufigsten Ursachen für ernährungsbedingte Krankheiten 

 

 

a) Chemikalien

 

  • BHA (E320) und BHT (E321) gehören zu den künstlichen Antiaxidantien und können Leberschäden, Mißbildung von Föten und Krebs verursachen. Bei Labortieren wurden zusätzlich Gehirnschäden und allergische Reaktionen beobachtet.

 

  • Ethoxyquin, ebenfalls ein künstliches Antiaxidant, wurde entwickelt um die Haltbarkeit von Gummi zu verbessern und findet nun seine Verwendung um z.B. die braunen Druckstellen auf Äpfeln zu verhindern. Es ist mittelmäßig giftig (Einstufung bei 3 auf einer Skala von 1 bis 6) und verursacht Schüttelkrämpfe, Koma und Tod, Hautirritationen und Leberschäden

  • Chemische Farbstoffe können Allergien verursachen, und z.B. der Farbstoff E127 verursacht nachweislich Schilddrüsenkrebs. Er wird aber in bestimmten Leckerlies für Katzenwelpen verwendet.

 

 

b) Nebenprodukte

Zitat:

Laut Europäischen Futtermittelgesetzen dürfen z.B. Kadaver von Pelztieren, Hufe, Federn, Hörner sowie Wolle der Tiernahrung unter dem Begriff "Nebenprodukte" beigemischt werden.

Die in den minderwertigen Futtersorten befindlichen Schlachtabfälle beinhalten auch Drüsensekrete sowie Hormone (aus Fruchtblasen). Auch Blut, Därme und sogar Urin sind Nebenprodukte.

 

 

Daher braucht der Hersteller keine genauen Auflistungen der verwendeten Zutaten auf der Packung anzubringen, im Gegensatz zur Humannahrung, wo der Gesetzesgeber eine akribisch genaue Deklaration vorschreibt.

Natürlich gibt es auch "Nebenprodukte" die einen wertvollen Teil der Tiernahrung darstellen, wozu z.B. Innereien, Herz, und Leber gehören, aber dann sind diese Zutaten auch auf den Etiketten gelistet und brauchen nicht hinter unklaren Bezeichnungen , wie "tierische oder pflanzliche Nebenprodukte" versteckt zu werden. Auch Urin findet bei einigen Herstellern in der Heimtiernahrung als Salzlieferant Verwendung, was dann aber nicht auf der Etikette deklariert werden muss und einige Käufer bei ihrer Produktauswahl beeinflusst. Der Salzgeschmack führt übrigens dazu, dass das Futter von den Tieren besser angenommen wird.

 

 

 

Verpackungsinformationen

 

Folgende Informationen muss der Hersteller für den Konsumenten auf den Dosen oder Trockenfuttersäcken angeben:

  • die garantierte Analyse ( findet man in Form von Prozenten auf dem Etikett )
  • die Liste der Inhaltsstoffen ( die nach dem Gewicht geordnet sind )

 

 

a) garantierte Analyse

 

Die in der garantierten Analyse angegebenen Prozentwerte sind bei Eiweiß ( Protein ) und Fett = Minimumgehalte ( sie müssen zu diesem Anteil enthalten sein ). Die bei Asche, Fasern und Wasser sind die aufgeführten Prozentwerte = Maximumgehalte ( sie dürfen bis zu diesem Anteil in der Nahrung enthalten sein)

Eiweiß ist der wichtigste Inhaltsstoff für unsere Frettchen. Gut Eiweißquellen, die ihr Körper auch verwerten kann, sind : Hühner-, Rind-, Wild- und Lammfleisch, Eier und Hüttenkäse, aber auch Innereien wie Herz ( welches oft zum Muskelfleisch gezählt wird) und Leber. Pflanzliche Eiweiße findet man in Mais, Weizen, Hafer und Soja. Da Frettchen "Beutefresser" sind, sollte das verfütterte Eiweiß hauptsächlich tierischen Ursprungs sein, da Pflanzenteile von ihnen fast nur über die Mägen ihrer Beutetiere in vor verdauter Form aufgenommen wird.

Das nächste Problem ist, dass die Futterhersteller, die in der Nahrung enthaltene Eiweißmengen als Rohprotein angeben. Rohprotein ist jedoch die Gesamtmenge an Eiweiß, aber es sagt nichts darüber aus, wie wertvoll das Protein ist. Es lässt keine Rückschlüsse auf die Verwertbarkeit für den Körper zu. Zum Beispiel haben Federn einen sehr hohen Eiweißanteil, aber der Organismus des Frettchens kann diese Eiweißsorte nicht verwerten und sie wird ungenutzt ausgeschieden. Darum ist der Schlüssel zu gutem Futter somit die Verdaulichkeit. Jedoch geben die meisten Futterproduzenten den Verdaulichkeitswert nicht an, und der Käufer ist eigentlich nicht schlauer als vor dem Blick auf das Etikett. Nun heißt es ausprobieren am Frettchen, denn als goldene Regel gilt :

 

Je größer das Volumen an Ausscheidungen im Verhältnis zur aufgenommenen Nahrung, desto minderwertiger ist das Futter.

 

 

Daher bietet es sich an, anhand der Ausscheidungsmenge, die nicht über 25% des Volumens der aufgenommenen Nahrung betragen sollte, eine grobe Einschätzung über die Verdaulichkeit vorzunehmen. Als weiteres gutes Merkmal dient auch die auf der Verpackung vom Hersteller gelistete Fütterungsempfehlung. Hier gilt die Regel :

 

Je größer die empfohlene Tagesration ist, desto minderwertiger ist die Qualität des Futters .

 

 

 

 

b) Auflistung der Inhaltsstoffe

 

Auch hier befinden sich Hinweise darauf, ob das Futter biologisch wertvoll ist. Das bedeutet : wie gut der Organismus die Proteine ( Eiweiße ) verwerten kann. Einige Beispiele zur Bioverwertbarkeit :

Eier = 100 %

Hühnerfleischmehl = über 90 %

Rind = 78 %

Weizen = 60 %

Mais = 54 %

Schon anhand dieser Beispiele erkennt man, das pflanzliche Proteinlieferanten für unsere Frettchen keine ausgewogene Ernährung darstellen können, sondern dass es tierische Eiweiße benötigt.

 

 

Unter der Prämisse , dass

die Auflistung nach dem Gewicht erfolgt, aber das Futtermittelgesetz dem Hersteller erlaubt verschienen Formen eines und desselben Inhaltsstoffes getrennt aufzuführen.

betrachten wir uns folgendes Beispiel :

Der erste angegebene Inhaltsstoff ist Rind . Ist Rind nun der Hauptbestandteil dieses Futters ? Nein, dass muss nicht sein, denn wenn man weiter liest, so findet man evtl. : Weizenmehl, danach kommt Weizenöl, schließlich Fett und später noch einmal Bruchweizen. Da aber "Weizen" in verschiedenen Formen immer noch Weizen bleibt, kann man alle Weizenposten addieren und erhält oft einen Wert, der den Fleischanteil überwiegt. Also wäre Getreide in diesem Beispiel der Hauptbestandteil, obwohl Rind an erster Position steht.

 

 

 

Tiernahrungszutaten

 

a) tierische Zutaten

 

  • Fleisch. Wenn auf dem Etikett nur "Fleisch" steht, können im Futter gemischte Fleischsorten enthalten sie die nicht weiter definiert werden. Was zur Folge haben kann, dass ein hoher Anteil an "Schwein" enthalten ist, was für unsere Frettchen keine empfehlenswerte Nahrung darstellt., da zum Beispiel die Verfütterung von rohem Schweinefleisch die Aujeszkysche Krankheit (Pseudotollwut) auslösen kann. Jedoch gibt es auch Futtersorten, welche die Quelle angeben. Zum Beispiel "Rind", "Geflügel" usw. Dann ist es in der Regel ein Mix aus Muskelfleisch, Zunge, Herz oder Zwerchfell, Haut, Knochen sowie Blutadern, aber nur in dem prozentualen Verhältnis, wie es im realen Tierkörper auch vorkommt.

 

  • Fleischnebenprodukte. Dazu gehören Gehirn, Lunge, Nieren, Blut, Knochen, Gewebe, Sehnen, Haut (auch Grieben genannt) Urin, Mägen sowie Därme.

 

  • Geflügelnebenprodukte. Hierhinter verstecken sich Köpfe, Füße, Eingeweide ( Darm ), Blut, Urin, und manchmal sogar Federn.

 

  • Fischmehl. Das ist getrockneter und gemahlener Fisch. Wobei es als ganzer Kadaver oder nur Teile davon verwendet werden. Jedoch ist meistens das wertvolle Öl entzogen.

 

  • Digest. Das ist eine Flüssigkeit, die von tierischen Geweben mit Hilfe von chemischer oder enzymatischer Hydrolyse hergestellt wurde. Es ist eine Chemisch vorverdaute Nahrung.

 

 

b) sonstige Zutaten

  • Gemahlener Mais besteht aus ganzen Maiskolben. Es darf nicht mehr als 4% anderen Materials enthalten.

 

  • Maisgluten ist das Überbleibsel bei der Herstellung von Maissirup oder -stärke. Es ist die trockene, übrig bleibende Substanz, wenn Kleie, Keimlinge und Stärke entfernt worden sind, und es enthält hochwertiges Eiweiß.

 

  • Brauner Reis ist unpolierter Reis; nur die oberste Hülle ist entfernt worden

 

  • Brewer's Rice ist das ausgelaugte Überbleibsel der Bier- und Schnapsherstellung.

 

  • Sojamehl ist ein Nebenprodukt der Sojabohnenölherstellung und hoch in Eiweiß. Manche Tiere können jedoch allergisch darauf reagieren.

 

  • Cerealien sind das nicht mehr anders verwertbare Überbleibsel der Herstellung von Frühstücksmüslis.
  • Cellulose ist unverdaulicher Magenfüller ohne Nährwert - das Tier fühlt sich schnell satt, bekommt aber davon keine Nährstoffe. Selbst als Fasern fragwürdig: führt oft zu Verdauungsproblemen. Cellulose ist häufig eine andere Bezeichnung für Ernußhülsen oder auch Stroh.

 

  • Erdnußhülsen sind ebenso unverdauliche Magenfüller.

 

  • Edelhefe ist eine nährstoffreiche Substanz, eine wertvolle Quelle der Vitamine der Gruppe B.

 

  • Getrocknete Algen sind eine natürliche Quelle vieler Mineralien und lebenswichtiger Spurenelemente.

 

 

 

Konservierungsstoffe und Antioxidantien

 

Die "Guten" sind Vitamine E (tocopherole) und C (Ascorbinsäure) sowie Kräuterextrakte und -öle.

Die "Bösen" sind BHA, BHT, Propylgallate sowie Ethoxyquin. Diese sind fettlösliche, in größeren Mengen gesundheitsschädliche Substanzen. Sie sammeln sich im Fettgewebe und Leber, mit dem Resultat, dass sie früher oder später Probleme verursachen (Allergien, Missbildungen, Nerven- und Leberschäden und vermutlich Krebs; in Tierversuchen mit Mäusen erwiesen sich diese Substanzen als krebserregend). In Bezug auf die Konservierungsstoffe ist ein großes Problem, dass die europäische Gesetzgebung einen Unterschied zwischen Konservierungsstoffen und Antioxidantien (verhindern, dass das Fett ranzig wird) macht! Es gibt mehrere Tiernahrungssorten, die groß auf ihren Verpackungen schreiben: "ohne künstliche Konservierungsstoffe". Wenn man weiter liest, steht in irgendeiner Ecke klein geschrieben: "Antioxidant: EWG-Zusatzstoffe". Diese Hersteller nutzen dabei aus, dass Leute meist nicht wissen, was 1) ein Antioxidant ist und 2) EWG-Zusatzstoffe sind. Hinter diesen Begriffen verstecken sich die "bösen" Stoffe BHA, BHT, Propylgallate und Ethoxyquin, die sowohl als künstliche Konservierungsstoffe als auch als künstliche Antioxidantien verwendet werden!! Sollte als Antioxidant tatsächlich Vitamin E verwendet werden, wird dieses ausgeschrieben, da es ja eine Werbung für den Hersteller ist. Also, aufpassen: wenn auf der Trockenfuttertüte "keine künstlichen Konservierungsstoffe" steht, bitte weiterlesen und herausfinden, was für ein Antioxidant benutzt wurde.

 

 

a) unschädliche Zusatzstoffe ( davon Mineralien, Vitamine lebenswichtig ) :

 

  • Ascorbinsäure ist die synthetische Form von Vitamin C
  • Biotin ist ein natürliches Vitamin der Gruppe B (auch als Vitamin H bekannt)
  • Calciumcarbonat ist eine natürliche Form von Calcium (Kalk)
  • Calcium pantothenat ist eine hoch potentierte, synthetische Form des Vitamin B5
  • Calciumoxid ist eine natürliche Form von Calcium (Kalk)
  • Calcium phosphat ist ein Calciumsalz, stammt aus Knochen
  • Chloride oder Chlorine ist ein lebenswichtiges Mineral
  • Cholin ist ein Vitamin derGruppe B; kommt in Eiern, Leber und Soja vor
  • Cholin chlorid ist eine hoch potentierte synthetische Quelle von Cholin
  • Guar Gum ist ein Stabilisator pflanzlichen Ursprungs
  • Kobalt ist ein Spurenelement und ein lebenswichtiges Mineral
  • Kupfer ist ein Spurenelement und ein lebenswichtiges Mineral, welches allerdings in größeren Mengen giftig sein kann
  • Kupferkarbonat ist eine natürliche Form von Kupfer
  • Kupfer gluconat und sulfat sind synthetische Formen von Kupfer
  • Ferroussulfat ist eine hoch potentierte synthetische Form von Eisen
  • Folsäure ist ein wichtiger Vitamin B; kommt in Hefe und Leber vor
  • Inositol ist ein Vitamin der Gruppe B; in Lezithin vorhanden
  • Eisenoxid ist eine natürliche Quelle von Eisen
  • Magnesiumoxid ist eine natürliche Quelle von Magnesium
  • Mangan sulfat/oxid ist das Mineral Mangan
  • Menadion natrium bisulfit ist eine Quelle von Vitamin K
  • Niacin ist Vitamin B3
  • Pangamiesäure ist Vitamin B15
  • Pantotheniesäure ist Vitamin B5
  • Potassiumchlorid ist eine Quelle fürKalium
  • Potassiumcitrat ist eine natürliche Form von Kalium
  • Pyridoxin hydrochlorid ist eine synthetische Form von Vitamin B6
  • Riboflavin ist eine synthetische Form von Vitamin B2
  • Selen ist ein lebenswichtiger Mineral
  • Natriumselen ist eine synthetische Form des Minerals Selen
  • Taurin ist eine Aminosäure (korrekt : Aminosulfonsäure) ; lebenswichtig für Katzen
  • Tocopherol ist Vitamin E
  • Thiamin hydrochlorid und -mononitrat sind synthetische Formen von Vitamin B1
  • Zink carbonat ist eine Quelle für Zink
  • Zinkoxid ist eine natürliche Form von Zink
  • Zinksulfat ist eine synthetische Form von Zink

 

 

b) schädlich dafür (neben den Konservierungsstoffen) sind:

 

  • Propylen glycol ist ein Konservierungsstoff und "Süßstoff". In Europa besser bekannt als Frostschutzmittel! Äußerst gesundheitsschädlich.

 

  • Natriumchlorid ist Salz ( das ist speziell für Frettchen schädlich, aber eigentlich gehört es nicht in diese Gruppe)

 

  • Zucker (Karamel) ist im Katzenfutter nicht nötig!! Er wird manchen Futtersorten zugefügt, um den Geschmack zu verbessern und die Konsistenz weicher (flüssiger) zu machen. Zucker kann - neben Karies - Probleme mit der Bauchspeicheldrüse sowie mit den Analdrüsen verursachen.

 

Was die Auflistungen auf den Verpackungen NICHT erzählen ist, dass viele Vitamine und Aminosäuren sowie Fette durch die Erhitzung entweder zerstört werden oder so geändert werden, dass der Körper sie nicht mehr verwerten kann. Vor allem Mangel an Vitamin B sowie essentiellen Fettsäuren wird oft bei Tieren festgestellt, die ausschließlich Fertignahrung zu sich nehmen. Ein guter Ölzusatz, reich an den wichtigen Fettsäuren (besteht meist aus Fisch- und Nachtkerzenöl) sowie ein gutes Multivitaminpräparat 2 - 3 Mal in der Woche sind eine wichtige und gesunde Bereicherung der Tiernahrung.

 

 

Die 4% nur ein Märchen ?

Man kann es beinahe auf jeder Supermarktdose lesen :

"Fleisch- und tierische Nebenprodukte (z.B. Lamm mind. 4%)"

Na prima, denkt man sich. Wenigstens 4% Lammfleisch, immerhin. Irrtum! Diese Inhaltsangabe besagt lediglich, dass von den 100% in der Dose 4% vom Lamm kommen. Das kann zwar Lammfleisch sein, aber ebenso gut Lammdärme, Lammhirn oder Lammmuskelgewebe. Über die übrigen 96% der Dose gibt es keinerlei Angaben. Weder darüber, ob Fleisch verwendet wird, noch darüber, von welchem Tier die Produkte überhaupt tammen. Die Dose kann also z.B. auch 96% Rinderschlachtmüll enthalten, aber dennoch "Lamm" heißen! Wer europäisches Rindfleisch vermeiden will, aus Angst vor BSE zum Beispiel, fährt also auch bei einer "Lammdose" nicht besser als bei einer "Rinddose".

Einige Hersteller suggerieren, sie lieferten unseren Katzen Abwechslung, weil sie 20 verschiedene Geschmacksrichtungen anbieten. Doch vergesst nicht: tatsächlich unterscheiden sich alle Dosen nur in der "Geschmacksbestimmenden Komponente", die nur 4% des Doseninhaltes ausmacht. Kann ein Frettchen diese 4% überhaupt herausschmecken? Dazu kommt noch, dass eine "Lammdose" mehr Fisch enthalten kann als eine "Lachsdose", eine "Rinddose" mehr Ente als eine "Entendose". Denn: in einer Lammdose können z.B. 4% Lamm und 96% Schwein sein. In ein "Rinddose" können 4% Rind und 96% Lamm sein. In einer "Entendose" 4% Ente und 96% Rind usw.

Super für die Hersteller, denn man kann in eine Dose immer das hineinfüllen, was gerade am billigsten zu bekommen ist. Das führt auch dazu, dass eine "Huhndose" in einer Woche bei den Frettchen gut ankommt, in der nächsten Woche aber überhaupt nicht. Vielleicht war in der ersten Woche 75% Huhn drin, in der zweiten 75% Rind.

 

 

 

Alles das Gleiche, oder?

 

Auf den ersten Blick könnte man das eigentlich vermuten. Doch die Unterschiede sind beträchtlich. Darum eine kurze Erklärung der Deklarationen auf Trockenfutterpackungen zusammen mit der Englischen Bezeichnung:

 

  • Truthahn ( = Turkey By-Products): Nebenprodukte. Also Schlachtmüll. Im Deutschen kann aber Truthahn stehen, man muß nicht "Nebenprodukte" schreiben!!! .

 

  • Truthahnfleisch ( = Turkey): Ist Fleisch (zum größten Teil), ABER gewogen als Frischfleisch . Der Trick ist :über 70% des Fleisches ist Wasser und Fett. Wenn nun das Wasser entzogen wird und das Truthahnfleisch zu Truthahnfleischmehl verarbeitet wird, hat es nur noch 30% seines Gewichtes. So kann es vom 1. Platz der Inhaltsliste zum 4., 5. oder 10. Platz in der Inhaltsliste abrutschen.

 

  • Truthahnfleischmehl (Turkey Meal): Das Fleisch NACH dem Trocknen. Sinkt also in der Inhaltsangabe nicht nach unten, weil es SO verwendet wird, wie es ist!

 

  • Truthahnmehl (Turkey By-Product Meal): Getrocknete Nebenprodukte.

 

Daher gilt :

prozentuale Angaben in "mehliger" Form (z.B. Fleischmehl, getrocknete Nebenprodukte) sind wesentlich aussagekräftiger für den Nährwert des Futters, als prozentuale Angaben wo noch die 70 %Wassr- und Fettanteile enthalten sind (z.B. nur Nebenerzeugnisse oder Angabe der "Fleischsorte")

 

 

 

 

Was bedeutet die Angabe "Rohasche" auf der Tiernahrung?

Unter Rohasche werden die Nährstoffe zusammengefasst, die theoretisch beim Verbrennen als Asche zurückbleiben würden. Es handelt sich dabei vor allem um lebenswichtige Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor, Zink und Eisen.

 

 

Resümee:

Ausgestattet mit diesem Informationen wünschen wir allen "Futtereinkäufern" viel Spaß bei Jagd nach anständiger Nahrung für ihre geliebten Plüschis, viel Geduld, gute Augen ( da die Herstellerangeben oft eine besondere Form des Miniaturdrucks beweisen ) und schließlich innovative Frettchen, die das evtl. neue Futter dann auch probieren, nachdem wir uns durch den Dschungel der Produktpalette gekämpft haben