Vermittlungskonditionen

 

Zunächst möchten wir darauf hinweisen, dass die Vermittlung von Frettchen nicht unbedingt zu den Schwerpunkten unserer Zielsetzung gehört. Jedoch bestätigt die Ausnahme die Regel und auch wir kommen nicht umhin uns auf diesem Gebiet zu betätigen, da auch immer wieder vermittelbare Jungtiere den Weg zu uns finden.

Darum haben wir uns gesagt, wenn wir Tiere vermitteln, dann nur unter ganz bestimmten Bedingungen an die späteren Ersthalter und für die Frettchen:

 

1. keine Einzeltierhaltung

weil wir durch die Alltagserlebnisse mit unseren pelzigen Freunden zu der Überzeugung gelangt sind, dass sie mindestens einen Artgenossen benötigen, um ihre sozialen Bedürfnisse ( Spielen, Kuscheln, Raufen usw.) ausleben zu können, regiert auch bei uns das Motto :

 

 

 

2. keine reine Aussenhaltung 

weil wir einfach die Ansicht vertreten, dass man keine so intensive, von uns gewünschte Beziehung zu den Tieren aufbaut, wenn die Frettchen fernab des familiären Umfeldes wohnen. Ferner können wir uns kaum vorstellen, dass sich ein Halter im Winter stundenlang in der Kälte mit den Tieren im Außengehege beschäftigt. Außerdem beginnen Altersbeschwerden und Krankheiten oft schleichend, was eine genaue Beobachtung der Tiere erfordert. Darum möchten wir sicherstellen, dass diese Probleme möglichst schnell erkannt und entsprechende Maßnahmen ergriffenen werden.

Anmerkung:

Wir haben jedoch inzwischen auch schon sehr positive persönliche Erfahrungen mit einer Frettchenhaltung im Außengehege mit kombinierter Innenhaltung (in Form eines angeschlossenen frostfreien Raums, der z.B. im Winter beheizt wird ) gemacht, so das wir nicht mehr pauschal eine Vermittlung in eine Außenhaltung verweigern, sondern dieses von Fall zu Fall entscheiden.

 

3. genügend großes und sicheres Gehege

darum wird das neue Zuhause vor Übergabe des Frettchens von mindestens einem Vereinsmitglied angeschaut, sofern nicht bereits eine uns bekannte Frettchenhltung praktiziert wird. Wobei wir die Käfiggröße nicht genau festlegen, sondern uns auch an dem gesamten Umfeld, Anzahl und Verhalten der vorhandenen Frettchen usw. orientieren.

 

4. Anforderungen an das neue Umfeld

Wir geben unsere Frettchen nur an den Ersthalter ab, wenn sichergestellt ist, das der "Revierwechsel" möglichst stressfrei für das/die Tier/e abläuft. Darum bringen wir das/die Tier/e persönlich zum ihrem neuen Halter. Stellen wir massive Aggressionen fest oder finden das Umfeld (z.B: den Käfig) nicht in zugesicherter Form vor, nehmen wir Abstand von dieser Vermittlung.

 

5. zur Vermittlung freigegeben werden Frettchen :

a) nur kastrierte Frettchen,
weil wir in unserer Satzung ein Zuchtverbot mit "Arche - Frettchen" niedergelegt haben. Daher gibt es bei unbs auch keine unkastrierten Welpen, sondern sie verbleiben bei uns im Tierheim bis sie alt genug für eine Kastration sind.

Denn haben wir schon häufiger erlebt, dass die Halter zwar locker 100,oo € und mehr für einen Welpen bezahlen, aber bei anstehenden Tierarztkosten, wie z.B. der notwendigen Kastration einer Fähe sehr sparsam werden und die Tiere dann lieber abgeben, oder gar noch verkaufen möchten.

b) geimpfte Frettchen

dieser Impfschutz ist bei Frettchen sehr wichtig, wil sie sehr anfällig für die in der Regel tötlich verlaufenden Staupe sind, und der Halter sich auch im klaren darüber sein sollte, dass man diese Vierusart auch z.B. an den Schuhen mit in den Wohnraum bringen kann.

c) gechippte Frettchen

also Tiere, die einen implantierten Transponder haben. Das ermöglicht uns unser vermitteltes Frettchen bei den Besuchen immer wieder zu erkennen, auch wenn es durch den natürlichen Fellwechsel sein Aussehen stark verändert hat . Ferner erlaubt uns diese Kennzeichnung eine Registrierung des Frettchens bei TASSO ( dem Haustierregister) und wir erhoffen uns dadurch das Tier, gemäß dem Haltervertrag, vor der Weitergabe oder der ungesetzlichen Aussetzung zu schützen.

 

6. Eine Frettchenabgabe erfolgt nur mit einem Haltervertrag

Unser Haltervertrag wurde von den Gründungsmitgliedern des Vereins verfasst und er ist Bestandteil unserer Satzung. Sein Inhalt resultiert aus den Erfahrungen, die einige unserer Mitglieder durch aktive Mitarbeit im örtlichen Tierschutz, in ihrer züchterischen Vergangenheit oder in der Zeit ihrer privaten  Frettchenhilfe gemacht haben.

In dem nachfolgenden Text beschränken wir uns auf die Erläuterung einiger Stichworte :

Der Haltervertrag

Unser Verein hat im üblichen Sinne keinen Abgabevertrag, denn abgeben kann man nur einmal, jedoch als Halter eines Tieres können mehrere Personen fungieren. Daher haben wir den Haltervertrag entworfen, wo wir als Verein gemeinsam mit dem Haupthalter (= Ersthalter) als Nebenhalter (= Zweithalter) geführt werden.

Solange der Haupthalter das Frettchen im Sinne des Vertrages behandelt, wird der Verein seine Präsens auf die vertraglich vereinbarten Besuche beschränken. Jedoch: Sollten im Zuge eines Besuchs, der übrigens unangemeldet stattfindet, arge Missstände in der Haltung zu Tage treten, werden wir aktiv. Das heißt im Klartext, dass wir auf die Einhaltung des Vertrages bestehen ( mit allen uns zur Verfügung stehenden rechtlichen Möglichkeiten).

Vereinsfrettchen

Es dürfen nur offizielle Vereinsfrettchen über unsere Vereinskasse gesundheitlich versorgt und mit unserem Haltervertrag vermittelt werden. Ein offizielles Vereinsfrettchen ist dann gegeben, wenn wir mit dem Aufnahmevertrag seine Herkunft nachweisen können (Ausnahmen sind hier auch gegeben, z.B. vor unserer Tür ausgesetzte Frettchen) um das Tier in unsere Obhut und unser Tierbestandsbuch übernehmen. Aufgenommen in unser Frettchentierheim werden vorzugsweise:

  • Tiere aus den umliegenden Tierheimen ,
  • zugelaufene Tiere die Privatpersonen bei uns abgeben oder
  • auch Selbstabgaben von den Haltern (wo dann eine Abgabegebühr vom Verein erhoben wird) , wenn wir den nötigen Platz in unserer Quarantänestation haben.

 

Rückgabepflicht

Sollte der Haupthalter, aus welchen Gründen auch immer, das von uns erhaltene Frettchen abgeben wollen oder müssen, so ist er verpflichtet es an den Verein auszuhändigen, ohne seinen Spendenbetrag erstattet zu bekommen.

 

Rücknahmegarantie

Jedes unserer vermittelten Frettchen ist mir einer Rücknahmegarantie versehen. Das bedeutet, dass wir 100% jedes Frettchen was mit einem Haltervertrag von unserem Verein vermittelt wurde (jedoch ohne Spendenerstattung) in unsere Obhut zurücknehmen, egal in welchem Zustand es ist. Diese Tiere haben absolute Priorität.

 

Personalausweisnummer

Ein weiterer wichtiger Bestandteil unseres Haltervertrages ist die Personalausweis - Nummer von dem Haupthalter. Damit ist eine eindeutige Identifikation möglich, wenn es wirklich mal zu Streitigkeiten kommen sollte, oder wenn der Haupthalter versäumt im Zuge eines Wohnortwechsels die neue Anschrift bei uns zu hinterlegen.

Da unser Verein der Nebenhalter von den vermittelten Frettchen ist, hört unser Interesse an den Tieren nicht mit der Übergabe auf. Wir sind auch weiterhin im Notfall für sie da und freuen uns aber auch über positive Nachrichten von unserem Schützling.

 

7. Spenden aus der Vermittlung

Da unsere Vermittlungsfrettchen in der Regel durch unseren Tierarzt komplett medizinisch versorgt werden müssen (Kastration, Transponder, Impfung) und unsere schmale Vereinskasse diese Kosten leider nicht auffangen kann, sind wir auf Spendengelder , bzw. Estattung der Tierarztkosten usw. angewiesen. Daher beträgt unsere Vermittlungsbegühr pro Frettchen 120,-€.

Diese "Einnahme" wird in der Regel dazu verwendet um Neuankömmlinge wieder medizinisch versorgen zu können.

 

8. bestehende Gruppen

Wir achten besonders darauf, das aufgenommene, bestehende Gruppen gemeinsam vermittelt werden. Denn wir haben selber schon erlebt, wie schmerzhaft der Partnerverlust für ein Frettchen sein kann, besonders wenn sie monogam mehrere Jahre miteinander verbracht haben. Diesen unnötigen Stress, neben dem Revierwechsel, Futterumstellung usw., möchten wir unseren Abgabis ersparen.

 

       

 

Da unsere Frettchen in der Regel nicht auf der Sonnenseite des Lebens standen und ihre Verfassung oft einiges zu wünschen überlässt, wohnen in unserem Tierheim maximal 30 Frettchen.

Weil die Vermittlung von Frettchen auch immer eine Frage des Vertrauens ist, sich zeitaufwendig gestaltet ( z.B. Vermittlungsgespräche, Besuche und Berichte ), sowie auch Reservekapazitäten für Problemfälle ( z.B. Fundtiere aus unserem regionalen Tierheim, Rückgabefrettchen usw. ) beinhaltet, werden wir nur unter den oben genannten Konditionen  "Arche - Frettchen" aufnehmen und vermitteln.