Ohrmilben

 

 

 

 

So schaut dieser hartnäckige Plagegeist aus (vergrößerte Abbildung )

 

Otodectes-Milben sind relativ große Milben, die sich frei auf der Hautoberfläche bewegen. Die Entwicklung vom Ei zur erwachsenen Milbe dauert ungefähr 3 Wochen und die Lebensdauer der erwachsenen Milben beträgt ca. 2 Monate. Ohrmilben ernähren sich von Hautzellen und Gewebsflüssigkeit und irritieren die Haut so sehr, dass die Haut des äußeren Gehörganges vermehrt Ohrschmalz produziert. Dieses Ohrsekret bildet zusammen mit Blut und Ausscheidungsprodukten der Milben das typische, schwarz-bröckelige Sekret einer Milben bedingten Entzündung des Gehörganges, einer Otitis externa parasitaria.

 

Die klinischen Symptome dieser Erkrankung sind sehr unterschiedlich:

  • einige Tiere haben sehr starkenJuckreiz, schütteln häufig den Kopf und haben wenig schwarz-braunes Sekret   (Ablagerung) in den Ohren,

  • bei anderen bildet sich viel Sekret, jedoch haben sie nur einen geringer Zuckreiz und schütteln selten den Kopf

  • Aber auch starker Juckreiz, häufiges Kopfschütteln und enorme Sekretbildung sind ein Bild dieser Erkrankung.

 

In den meisten Fällen bleiben die Milben auf den Gehörgang beschränkt, bei manchen Tieren breiten sie sich jedoch vom Ohr ausgehend auf Kopf, Hals und Rumpf aus. Ohrmilben kommen häufig bei jungen Tieren vor und sind hochgradig ansteckend. Sie sind nicht wirtsspezifisch und können auf andere Tiere und auf den Menschen übertragen werden. Menschen, die sich Otodectes-Milben durch den Kontakt mit Haustieren zuziehen, bilden kleine Verdickungen, Papeln, in der Haut aus, die sehr stark jucken können. Nur selten kommt es bei Tierbesitzern zu Infektionen des Ohres.

Diese Milbe ist weltweit verbreitet. Der Milbenbefall erfolgt durch Kontakt mit infizierten Tieren oder Kontakt mit „vermilbten“ Gerätschaften.

Den Milbenbefall kann man genau feststellen, wenn man mit einem speziellen Instrument (Otoskop), das einen länglichen Trichter und eine Lupe hat,tief ins Ohr hinein sieht.

Die Medikamente, die zur Behandlung gegeben werden,enthalten unterschiedliche Antibiotika (gegen Bakterien) oder Antimykotika (gegen Pilze), z.T. auch Cortison (gegen Schwellung  und Schmerzhaftigkeit), sowie Antiparasitarika (wenn Ohrmilben vorliegen). Daher sollte in jedem Fall der Tierarzt aufgesucht werden, um die geeignete Therapie einzuleiten.

Meist haben die Tuben weiche längliche Aufsätze, die man so weit wie möglich ins Ohr einführen sollte, um die Salbe tief in den Gehörgang zu bringen. Anschließend muss man das Ohr sanft massieren, um die Salbe noch tiefer zu transportieren und das Sekret zu lösen. Je nach Temperament der Frettchen kann dies auch mal problematisch sein, da sie diese Behandlung oft nicht sehr schön finden und sich entsprechend zur Wehr setzen.

 

 

Anmerkung :

Ist der Milbenbefall sehr stark und die Behandlung schlägt nicht in gewünschter Form an können sie auch bereits in den Kuschelhöhlen usw. vorhanden sein. Neben dem Waschen, kann man sie auch durch Frost los werden (z.B. wenn man im Winter die Kratzbäume, gut gegen Feuchtigkeit geschützt, der Witterung aussetz) .